Reaktive Depressionen

 

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen; zur
Zeit leiden in Deutschland ca. drei Millionen Menschen an einer Depression.

Es gibt verschiedene Formen dieser Erkrankung, wobei für die reaktive Depression hypnotherapeutische Behandlungskonzepte vorliegen.

Genau genommen ist der Begriff "reaktive Depression" veraltet. Früher unterteilte man in "endogene Depression" und "psychogene Depression", wobei endogen ganz vereinfacht gesagt unter anderem für einen Botenstoffmangel im Gehirn steht und psychogen für von außen einwirkende Belastungen steht.
Dennoch habe ich mich ganz bewusst für diese Bezeichnung entschieden, weil ich der Ansicht bin, dass viele Depressionen aufgrund ihrer schleichenden Entwicklung nicht als reaktiv erkannt werden.

Stellen Sie sich einmal vor, jeder Mensch verfügt über ein inneres Konto. Auf der einen Seite werden Investitionen, auf der anderen Seite entsprechende Ausgleiche gebucht. Wir leisten etwas und erzielen damit ein Resultat, wir investieren unsere Arbeitskraft und werden entlohnt, wir tun anderen einen Gefallen und erhalten etwas zurück, wie etwa ein Dankeschön oder eine Anerkennung. Das Konto befindet sich somit im ausgeglichenen Zustand.

Bleiben die erbrachten Investitionen über einen längeren Zeitraum unausgeglichen, entsteht ein inneres emotionales Minus.
Daraus entwickeln sich Enttäuschung, Ärger und Frust und in der Folge Aggressionen und/oder Depressionen.

Das hypnotherapeutische Konzept sieht vor, dieses Minus erst einmal zu erkennen. Ebenso werden die Hintergründe des hypersozialen Verhaltens erforscht, analysiert und bearbeitet. Der Betroffene erlernt Grenzen zu setzen und seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse in adäquater Form zu äußern. Dieses Ziel wird durch Anwendung differenzierter Techniken der Hypnotherapie erreicht.

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